Die Marktstände entlang der Dorfstraße waren gut besucht

Apfelmarkt 2017

Bereits zum drittenmal in Folge hatten die Hundinger Goldbergbauern und die Gemeinde als Organisatoren beim Apfelmarkt mit nicht gerade optimalen Witterungsverhältnissen zu kämpfen. Zum Glück hörte im Laufe des Vormittags der Regen auf. Die 23. Auflage des Marktes war dennoch wieder gut besucht. Das Obstangebot im Lallinger Winkel bleibt wegen der Spätfröste im Frühjahr heuer gegenüber den Vorjahren zurück. Trotzdem gab es auch noch am frühen Nachmittag Äpfel und auch Zwetschgen aus Streuobstbeständen zu kaufen. Die Firma Zembecha aus der südböhmischen Obstbauregion bei Chelcice war ebenfalls wieder mit Äpfel und Saft vertreten. Auch dieses Angebot fand regen Absatz.

Begonnen hatte der Markt mit einem von Pfarrer Philipp Höppler zelebrierten Gottesdienst zum Erntedankfest in der Pfarrkirche. Danach ging es zum Goldbergstadel zum gemeinsamen Mittagessen. Bürgermeister Ferdinand Brandl begrüßte die Gäste und blickte auf die Entstehung des Apfelmarktes zurück. Er freute sich über den Besuch von Walter Danner, der Anfang der 1990er Jahre durch seine Beratungstätigkeit viel zur Stärkung des Streuobstanbaues und zur Vermarktung des Obstes beigetragen hat. Mostkönigin Pauline Rieger eröffnete danach offiziell den Apfelmarkt. Landrat Christina Bernreiter vertrat den kurzfristig verhinderten Schirmherrn, Staatssekretär Bernd Sibler. Er lobte in seinem Grußwort die Initiative der Hundinger.

Beim Apfelmarkt wird traditionell nicht nur Obst angeboten. Auch das übrige Marktangebot war reichhaltig. So gab es Saft, Most und Hochprozentiges aus dem Lallinger Winkel, Apfelchips, Marmeladen, Käse, Geräuchertes, Bauernbrot, Hollunder-, Dinkel- und Honigprodukte, Kürbisse, geräucherte Fische, Feinkost, Tiroler Schmankerl, Kartoffeln, Rüben, Accessoires für Haus und Garten, Gestecke, Glasgravuren, Strickwaren sowie Holz-, Korb- und Drechslerwaren.

Der Obst- und Gartenbauverein führte eine Verlosung durch und informierte über seine Anliegen. Kulinarische Köstlichkeiten für die Besucher gab es im Wirtsstadel, bei der Feuerwehr am Feuerwehrhaus und am neu gestalteten Dorfplatz vom Köcheverein Bayerwald. Der Frauenbund bot wieder Kaffee und selbst gebackene Kuchen an. An mehreren Ständen gab es außerdem allerlei Backwaren sowie Sengzelten. Die Ministranten warteten mit Schokogebäck auf. Im Weinzelt wurden gute Tropfen aus Rheinhessen ausgeschenkt.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der „Jagamusi“. Am Nachmittag spielte die Blaskapelle „Dobravanka“ aus der zur Mikroregion Lhenice-Chelcice gehörenden Gemeinde Micovice, die sich bei den bisherigen Auftritten beim Apfelmarkt bereits einen Fankreis geschaffen hat. Die Kommunen der Mikroregion in Südböhmen sind mit den VG-Gemeinden freundschaftlich verbandelt.

Mit Info-Ständen waren die Tourist-Info, das Landratsamt, der Naturpark Bayerischer Wald und der Landesbund für Vogelschutz vertreten. Im Gemeindehaus wurde eine Kinderbetreuung angeboten. Am Stand der Tourist-Info konnten Besucher Apfelsaft aus heimischen Streuobstbeständen probieren oder mit dem Trinkwasser des Brunnens der WBW zu einer Apfelschorle mischen.

Als Ehrengäste wurden begrüßt: Pfarrer Philipp Höppler, MdB Thomas Erndl, Landwirtschaftsdirektor Dr. Heinrich Niedermaier vom Landwirtschaftsamt, Hermann Gruber, Werkleiter der Wasserversorgung Bayerischer Wald, die Bürgermeister Robert Bauer (Schaufling), die 2. Bürgermeister Alfons Gramalla (Grattersdorf) und Michael Reitberger (Lalling), die tschechischen Bürgermeister Marie Kabatova (Lhenice) sowie Ludos Barta (Micovice), die Altbürgermeister Josef Reitberger (Grattersdorf) und Frantisek Zamecnik (Micovice), stellvertretende Kreisbäuerin Heidi Wenig, Kreisbauernobmann Michael Klampfl, der Ehrenringträger Hans Ehrnböck, den Träger der Bürgermedaille Josef Weiß sowie Michael Ellerbeck für die Hundinger Goldbergbauern.

Text und Fotos: Schröck