Breitbandausbau Hunding

Der erste Bauabschnitt des Breitbandausbaues steht kurz vor dem Abschluss. Die zweite Ausschreibung für den weiteren Ausbau hat erneut die Deutsche Telekom gewonnen. Der neue Bauabschnitt beinhaltet den Breitbandausbau in Gneisting, Kieflitz und im Sonnenwaldweg in Sondorf.

Insgesamt 59 Haushalte können nach der Fertigstellung mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 30 bis 200 Mbit/s rechnen. Markus Münch, Regio Manager der Telekom und Wilhelm Köckeis, Ansprechpartner der Telekom Technik kamen zum Vertragsabschluss in die VG und besprachen mit Bürgermeister Ferdinand Brandl das Projekt. Nach Angabe der Telekomvertreter werden im neuen Bauabschnitt rund fünf Kilometer Glasfaser und Mikrorohre verlegt und zwei neue Multifunktionsgehäuse aufgestellt.

Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass telefonieren, surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich ist. Sie sagten der Gemeinde eine Abwicklung des Auftrages innerhalb von 18 Monaten zu. Hunding werde mit moderner Technik versorgt und damit die Gemeinde zukunftssicher gemacht. So sichere sich Hunding einen digitalen Standortvorteil und werde als Wohn- und Arbeitsort attraktiver. Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch ein Glasfaserkabel ersetzt, eine Voraussetzung für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen umgebaut.

vgl Breitbandausbau Hunding

Besprachen das weitere Vorgehen (sitzend v.l.) Markus Münch, Ferdinand Brandl und Wilhelm Köckeis, (stehend v.l.) Rudolf Geiß und Manfred Hunger

Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. In den Multifunktionsgehäusen wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das Kupferkabel zum Kundenanschluss übertragen. Je näher der Kunde an einem Multifunktionsgehäuse wohnt, desto höher ist die Übertragungsgeschwindigkeit. Für zwei Gebäude am Sonnenwaldweg in Sondorf wurde mit Einverständnis der Eigentümer eine Sonderlösung vereinbart. Hier wird das Glasfaserkabel nicht zum Straßenrad, sondern bis in die Häuser gezogen. Der Gemeindechef ist froh, dass ein zweiter Bauabschnitt möglich ist und auch noch bezuschusst wird. Die Regierung von Niederbayern hat der Gemeinde mitgeteilt, dass sie den Vertrag mit der Telekom bereits jetzt zuschussunschädlich abschließen kann. Ein schneller Internetanschluss ist heute ein Muss, stellte Brandl bei dem Gespräch fest. Nur eine Kommune mit moderner digitaler Infrastruktur ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen. An dem Treffen nahmen auch Geschäftsstellenleiter Manfred Hunger und Techniker Rudolf Geiß von der Verwaltungsgemeinschaft teil.

Text und Foto: Schröck