25 Jahre Apfelmarkt Hunding

Hunding. Der Wetterbericht ließ schlimmes befürchten. Es kam gottlob anders. Die Witterungsverhältnisse beim 25. Hundinger Apfelmarkt waren für einen Marktbesuch nahezu ideal.

Das Obstangebot im Lallinger Winkel ist heuer überschaubar. Dementsprechend wurden am Markt nur wenige Äpfel angeboten. Die waren auch schnell ausverkauft.

Begonnen hatte der Markt mit einem von Pfarrvikar Yohann Injumala zelebrierten Gottesdienst zum Erntedankfest in der Pfarrkirche mit einer von den Gottesdienstbesuchern gelobten, eindrucksvollen Predigt des Zelebranten. Nach dem Gottesdienst und dem feierlichen Rückmarsch zum Gasthaus „Zum Goldberg“ begrüßte Bürgermeister Ferdinand Brandl die Gäste und eröffnete zusammen mit Mostkönigin Anna Lallinger und Wissenschaftsminister Bernd Sibler den Markt. Der Gemeindechef erinnerte an den ersten Markt in Panholling 1994, den damaligen Aufforstungsdruck in der Gemeinde, die Beteiligung am 5b-Programm der EU mit Umsetzung des Landschaftsplanes, das Pilotprojekt Streuobst, die daraus resultierenden Maßnahmen wie beispielsweise die Entstehung von Brennereien, die Gründung der Arbeitsgemeinschaft „Hundinger Goldbergbauern“ und die Entwicklung der Produktlinie „Hundinger Gold“. In den letzten Jahrzehnten wurden etwa 1000 Obstbäume neu gepflanzt. In Panholling entstand ein Streuobsterlebnisgarten. Für einen Landwirt sei es nicht einfach, die mit Obstbäumen bewachsenen Grundstücke zu bewirtschaften. Trotzdem unterstützen alle die gemeindlichen Bemühungen. „Wir blicken heute mit Dank auf das Erreichte zurück“, stellte Brandl fest. Er rief die Besucher zum Kauf von Losen auf. Die Preise seien alle gestiftet. Den Reinerlös erhalte der Pfarrvikar für seine sozialen Projekte in seiner indischen Heimat. Grußworte sprachen die Mostkönigin und der Schirmherr. Der Minister lobte das Engagement der Gemeinde. In Anspielung auf die derzeitigen Diskussionen stellte er fest, Naturschutz und Landwirtschaft müssten zusammengehen, um zusammen etwas zu erreichen.

Bereits vor der Markteröffnung schlenderten viele Besucher durch den Markt und schauten sich das Angebot an den entlang der Hauptstraße, beim Feuerwehrhaus und am Dorfplatz aufgebauten Ständen an. Außer Obst war das Angebot beim Jubelmarkt reichhaltig. Da gab es Säfte, Most, Hochprozentiges aus dem Lallinger Winkel, Apfel- und Kartoffelchips, Marmeladen, Obstessig und –balsam, Nüsse, Quitten, Honigprodukte, Liköre aus eigener Produktion, Wurst und Käse aus verschiedenen Regionen, Feinkost, Kartoffeln, Zwiebeln, Kürbisse, Dinkelprodukte, gedrechseltes aus Obstbäumen, Korbwaren, Accessoires für Heim und Garten, selbstgestrickte Socken und Mützen, Keramik, Filzhütte, Lammfellprodukte, Messer, Blumenknollen und Stauden.

Für Speis und Trank waren der Köcheverein Bayerwald, der Goldbergwirt Reinhard Wandinger, die Feuerwehr beim Feuerwehrhaus und der Kindergarten zuständig. Der Frauenbund bot Kaffee und selbst gebackene Kuchen an. Allerlei Backwaren gab es an mehreren Ständen. Die Ministranten waren vor der Kirche wieder mit Schokoäpfel vertreten. Im Weinzelt wurden gute Tropfen aus deutschen Landen ausgeschenkt.

Mit Info-Ständen vertreten waren der Naturpark, die Tourist-Info, der LBV, die Bergwacht und die Tourist-Info. An deren Stand konnten die Besucher Apfelsaft aus heimischen Streuobstbeständen probieren oder mit Trinkwasser aus dem Waldwasserbrunnen mischen. Der Obst- und Gartenbauverein führte eine Verlosung durch und informierte über seine Aufgaben.

Für die musikalische Unterhaltung war die „Jagamusi“ zuständig. Am Nachmittag wurden sie von der aus mehreren Auftritten in Hunding bekannten Kapelle „Doubravanka“ aus Südböhmen unterstützt. Erstmals einen Auftritt beim Apfelmarkt hatten die Niederbayerischen Alphornbläser. Die Kinderbetreuung war heuer im Garten des Gasthauses „Zum Goldberg“.

Ehrengäste waren Pfarrvikar Yohan Injumla, Landrat Christian Bernreiter, Bezirksrätin Margret Tuchen, Dr. Josef Freundorfer, Chef des Landwirtschaftsamtes Deggendorf, Hermann Gruber von der Wasserversorgung Bayerischer Wald, Bürgermeister Alfons Gramalla (Grattersdorf), 2. Bürgermeister Michael Reitberger (Lalling), Bürgermeister aus der Mikroregion Chelcice-Lhenice in Südböhmen, Rita Meier als Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Deggendorf, Maria Gruber als Vorsitzende des Lallinger Gartenbauvereins, der Außernzeller Bürgermeister Michael Klampfl als Kreisobmann des Bauernverbandes, die stellvertretende Kreisbäuerin Heidi Wenig sowie die Ehrenring- und Bürgermedaillenträger der Gemeinde.

Während des Tages drehte ein Kamerateam des BR. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

Text und Bilder: Schröck