„Der Lallinger Winkel – Ein Genuss“ – Als einzige Region im Landkreis bislang unter den „100 Genussorten“ Bayerns

Lalling/München. Der LallingerWinkel ist die einzige Region im Landkreis, die sich mit dem Prädikat „Genussort“ schmücken darf. Bei einem Festakt in München hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am Montag 46 bayerischen Städten, Gemeinden und Zusammenschlüssen den Titel „Genussort“ verliehen. Sie sind die Gewinner einer ersten Wettbewerbsrunde, die Brunner im vergangenen Jahr ausgelobt hatte, um der Öffentlichkeit die kulinarischen Schätze und Traditionen im Freistaat näher zu bringen. „In diesen Orten ist der Genuss zu Hause, sie sind die idealen Botschafter für die außergewöhnliche kulinarische Vielfalt in ganz Bayern“, sagte der Minister in seiner Festrede. Nach seinen Worten haben die Sieger mit einer gelungenen Kombination aus regionalen Spezialitäten, handwerklicher Herstellung und gelebtem Genuss überzeugt. Eine unabhängige Jury mit Vertretern aus Gastronomie, Tourismus, Landwirtschaft, Kultur, Kirche, Verbraucherschutz und Medien hatte sie zuvor aus mehr als 150 Bewerbungen ausgewählt. In der Bewerbung verwies Christina Fuchs von der Tourist- Info auf die lange Tradition des Obstanbaus. „Vor mehr als 1000 Jahren wurden Mönche des Klosters Niederaltaich in den damals finsteren und unwirtlichen Bayerischen Wald ausgesandt, um das Gebiet im Nordwald urbar zumachen und zu besiedeln. Dabei konnten sie feststellen, dass sich das besondere Klima dieser Region zum Obstanbau eignet. Bereits damals wurden Äpfel, Birnen und Pfirsiche zu den Siedlerstellen gebracht und es entwickelte sich ein gedeihlicher Obstanbau. In der Mitte des 19. Jahrhunderts war der Obstanbau im Lallinger Winkel schon weit über die Grenzen der Region bekannt und noch heute prägen die Streuobstwiesen die Kulturlandschaft der Region“, heißt es im Bewerbungsschreiben. Die Streuobstwiesen sind dabei die traditionelle Form des Obstbaus, hier stehen hochstämmige Obstbäume meist unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Art und Sorten. Neben der schönen Landschaft wuchert der Winkel auch mit kulturhistorischen Kleinoden und denkmalgeschützen Bauernhaus- Ensembles sowie seit 2006 mit dem Feng Shui Kurpark.

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Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (2.v.r.) überreichte die Auszeichnung, die Robert Bauer (v.l.),Christina Fuchs und Maria Gruber stolz in Empfang nahmen.

„Kulinarischer Reichtum Bayerns weltbekannt“

In der Bewerbung wird auch Arbeit der Streuobstbauern beschrieben und die Verarbeitung  des Obstes zu Saft, Most und Spirituosen sowie Marmeladen, Gelees und Aufstrichen. Für viele Wirte sei es eine Selbstverständlichkeit, den heimischend Apfelsaft und Most, aber auch die Spirituosen der regionalen Brennereien anzubieten. Überregional bekannt seien die beiden Märkte im Oktober, dort bieten die Streuobstbauern ihre Produkte direkt an. Neben konventionellem und bio-zertifiziertem Tafelobst, Nüssen und  Säften, Most, Likören und Spirituosen gibt es ein breites Angebot an Marmeladen, Gelees, Apfelbroten, Kuchen und sonstigen Spezialitäten. Neben der Arbeitsgemenschaft Lallinger Streuobst, den Hundinger Goldbergbauern und der IG  biozertifiziertes Streuobst sind in der Bewerbung viele Betriebe und Einrichtungen genannt, die den Lallinger Winkel zum Genuss machen.

Mit dem Wettbewerb will Brunner zum 100-jährigen Bestehen des Freistaats insgesamt 100 bedeutende Genussorte im Freistaat ausfindig machen. Schließlich habe Bayern zahlreiche regionaltypische Spezialitäten und besondere Produkte zu bieten. „Der kulinarische Reichtum Bayerns und seiner Regionen ist weltbekannt und hoch geschätzt“, so der Minister. Die Sieger der gerade abgeschlossenen zweiten Auswahlrunde werden laut Brunner voraussichtlich im April bekanntgegeben. Ende des Jahres soll dann ein kulinarischer Genussführer aufgelegt werden, der alle Genussorte ausführlich beschreibt und auf regionale Besonderheiten abstellt.

 

 

20180305_154707An der Preisverleihung nahmen für den Lallinger Winkel neben Christina Fuchs auch Bürgermeister Robert Bauer (Schaufling) und als Vertretung der „Genusspartner“ Maria

Gruber teil. Tourist-Chefin Christina Fuchs ist „absolut stolz“, dass der Winkel bei der Bewerbung erfolgreich war. „Dass wir ausgewählt worden sind, ist natürlich auch Motivation, in die Richtung weiterzuarbeiten“, so Fuchs. Sie will mit dem durch die Bewerbung noch enger geknüpften Netzwerk an Genusspartnern noch enger zusammenarbeiten und das auch einfordern. Und mit dem neuen Prädikat lässt sich selbstverständlich auch gut werben. Neben dem Lallinger Winkel sind diesmal aus Niederbayern nur noch Abensberg, Viechtach und das Kulinarische Schaufenster Zwiesel ausgewählt worden.

Quelle: wet/Deggendorfer Zeitung