Ehrenabend mit Verleihung Bürgermedaille

Mit einem Ehrenabend im Gasthaus „Zum Goldberg“ hat die Gemeinde fünf Bürgern, die sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich engagieren, mit der Verleihung des Ehrenrings und der Bürgermedaille geehrt. Bürgermeister Ferdinand Brandl betonte, dass die letzten Ehrungen bereits einige Jahre zurück liegen und sich deshalb mehrere Ehrungen angesammelt haben. Anhand der gemeindlichen Satzung über Ehrungen und Auszeichnungen erläuterte der Gemeindechef die Regularien für eine Ehrung. Für die Gewichtung sind beispielsweise maßgebend die Mitgliedschaft im Gemeinderat, ein eigener Betrieb in der Gemeinde, die Tätigkeit in Vereinen oder sonstige ehrenamtliche Tätigkeiten. Ein Engagement in einem Ehrenamt bedeute, dass jemand etwas ohne Bezahlung mache, was heute von vielen nicht ohne weiteres verstanden werde. Ehrenamt sei ein Ausdruck von Verantwortungsbereitschaft, von Solidarität mit der Gemeinschaft. Ohne die große Zahl freiwillig engagierter Bürger wäre die Gemeinde um eine Vielfalt von Freizeitangeboten, Hilfeleistungen und menschliche Anteilnahme ärmer. Ohne die Ehrenamtlichen könnte die Gesellschaft zusammenbrechen. Die zu Ehrenden haben sich dem Ehrenamt seit vielen Jahren verschrieben und damit um Mitmenschen und Gesellschaft verdient gemacht. Dafür gebühre ihnen Dank.

EhrenabendHunding01

Bürgermeister Ferdinand Brandl (stehend v.r.) mit den Geehrten Michael Eginger, Josef Weiß und Josef Geiß sitzend v.r.) Adolf Weber und Josef Weiß

Den Goldenen Ehrenring der Gemeinde erhielten:
Adolf Weber war 12 Jahre Mitglied des Gemeinderates und von 1982 bis 2007 Vorstand des Krieger- und Soldatenvereins. In seine Amtszeit fiel das 125jährige Gründungsfest. Die Mitglieder würdigten sein Engagement mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Adolf Weber hat von 1976 bis 2014 in Hunding eine Bäckerei betrieben und in dieser Zeit 16 Lehrlinge ausgebildet und über 30 Personen einen Arbeitsplatz gegeben. Er hat eine Nachfolgerregelung gefunden, damit die Bäckerei in Hunding bleibt. 2011 wurde ihm der Goldene Meisterbrief verliehen. Adolf Weber engagierte sich bei den örtlichen Festen, zuletzt bei der Neugestaltung des Dorfplatzes.

Josef Weiß, Hunding gehörte 18 Jahre dem Gemeinderat an und wurde dafür 1998 mit der Kommunalen Dankurkunde des Innenministeriums geehrt. Außerdem war er etliche Jahre Mitglied beim Pfarrgemeinderat und in der Kirchenverwaltung an. 27 Jahre war er Vorstand der Feuerwehr. In seiner Amtszeit fiel das 125jährige Gründungsfest, der Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeuges, An- und Umbau des Feuerwehrhauses und die Einführung des  Hundinger Feuerwehrtages. Die Wehr ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden, die Gemeinde verlieh ihm für seinen Einsatz die Bürgermedaille. Die von ihm als Ein-Mann-Betrieb gegründete Elektrofirma hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Der Betrieb beschäftigt heute über 50 Mitarbeiter. Sein gleichnamiger Sohn hat offenbar die betriebswirtschaftlichen Gene geerbt. Josef Weiß hat viel für das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde getan, beispielsweise für den Stammtisch „Zum Goldberg“, das „Goldgräberfest“ oder kürzlich wieder für die unentgeltliche Bereitstellung verschiedener Maschinen für die Neugestaltung des Hundinger Dorfplatzes. Durch ihr großes Engagement hat die Familie Weiß dafür gesorgt, dass das Gasthaus „Zum Goldberg“ weiter betrieben werden kann und sich innerhalb kurzer Zeit wieder zu einem Dorfmittelpunkt entwickelt hat.

 

Die Bürgermedaille in Gold hat der Gemeinderat an vier Bürger verliehen
Ludwig Jakob aus Panholling ist aber seit der Beschlussfassung durch den Gemeinderat verstorben und konnte die Auszeichnung nicht mehr entgegen nehmen.

Überreicht wurde die Bürgermedaille in Gold mit Urkunde an (jeweils mit den wichtigsten Eckdaten des ehrenamtlichen Einsatzes):

Michael Eginger, der 24 Jahre Mitglied des Gemeinderates war und dafür 2009 vom Innenministerium mit der Kommunalen Dankurkunde ausgezeichnet wurde. Das Gemeinderatsmandat erforderte von ihm neun Monate seiner Freizeit, rechnete Brandl vor. Seit 15 Jahre arbeitet er aktiv in der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung mit. Für den Bürgermeister sei es von nicht zu unterschätzender Bedeutung, wenn Gemeinderäte in der Teilnehmergemeinschaft mitwirken. Eginger habe sich beim Ausbau der Dorfstraße in Rohrstetten aktiv eingebracht und mitgeholfen, dass die Straßenausbaubeiträge gedeihlich abgerechnet werden konnten. Er arbeitete in Rohrstetten bei der Renovierung der Dorfkapelle, der Anlegung des Bolzplatzes, der Eisstockbahn, dem Bau des FUGERO, bei der 850-Jahr-Feier des Ortes, bei Maibaumaufstellungen und Nikolausfeiern, bei der Spielplatzpflege in Rohrstetten, bei der Gestaltung des Hundinger Dorfplatzes und des Gemeindehausvorplatzes sowie bei vielen Festen in Hunding mit. Brandl nannte als Beispiel seine Engagement beim „Goldgräberfest“.

Josef Geiß gehörte 18 Jahre dem Gemeinderat an und erhielt dafür 2014 die Kommunale Dankurkunde des Freistaates Bayern. Von 2002 bis 2009 arbeitete er aktiv in der Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung mit. Auch er gehörte zum Team, das sich beim Dorfstraßenausbau und der Abwicklung der Straßenausbaubeiträge aktiv einbrachte. Engagiert hat er sich in Rohrstetten bei der Anlegung des Spielplatzes und des Bolzplatzes, bei der 850-Jahr-Feier, beim Bau des FUGERO, bei der Kapellensanierung und der Freilegung eines uralten Brunnens sowie bei der Vorplatzgestaltung in Hunding. Bei vielen Maßnahmen war Josef Geiß Initiator, bei der 850-Jahr-Feier Festausschussvorsitzender. Als Taubenzüchter war er jahrelang Bundesvorstand der „Stellerkröpfer“, hat darüber eine Film gemacht und ein Buch geschrieben. Er war auch einer der Autoren des Rohrstetter Heimatbuches von 1998. Mitgearbeitet hat Josef Geiß bei vielen Vereinen, wie dem „Goldgräberfest“. Aus beruflichen Gründen musste er bei seinem Engagement etwas zurückstecken, ist aber nach wie vor da, wenn er gebraucht wird.

Josef Weiß, Zueding war 24 Jahre Mitglied des Gemeinderates und erhielt 2009 die Kommunale Dankurkunde. Seit 2002 gehört er zur Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft. Von Anfang an wirkte er beim Pilotprojekt „Streuobst über das Jahr 2000“ mit, in dem Tausende von Obstbäumen neu gepflanzt wurden. Die Verteilung der Bäume hat er koordiniert. Seit der Gründung ist Josef Weiß Schatzmeister der „Hundinger Goldbergbauern“. Auch die Finanzen der „Hundinger Goldgräber“ hat er viele Jahre verwaltet. Er arbeitet bei vielen Vereinen mit. Beim Lallinger Frauenbund hat es Josef Weiß sogar zur Ehrenmitgliedschaft gebracht. Die VG-Gemeinden vertritt er bei Veranstaltungen in der südböhmischen Mikroregion Chelcice-Lhenice.

Der Ehrenabend wurde von der „Kolonial Blosn“ musikalisch umrahmt. Gäste waren Johann Ehrnböck als Träger des Ehrenrings, amtierende Gemeinderäte, Patrick Eder als Vertreter der Verwaltung und Vertreter der Feuerwehr und des KSV. vgl