Erinnerungsfeier 100 Jahre Freistaat Bayern – 200 Jahre bayerische Verfassung

Ein besonderes Fest wurde in Hunding gefeiert, zur Erinnerung an 100 Jahre Freistaat Bayern und 200 Jahre Bayerische Verfassung. Zu verdanken haben die Hunding das Fest einem Versprechen beim Besuch der stellvertretenden Ministerpräsidenten Ilse Aigner bei ihrem Besuch im letzten Jahr. Bürgermeister Ferdinand Brandl machte sich damals dafür stark, dass die Wirtschaftsministerin die Regierungsgeschäfte von Horst Seehofer übernimmt.

2. Bürgermeister Max Drexler, Margret Tuchen, 3. Bürgermeister Georg Ehrnböck, Bernd Sibler, Ferdinand Brandl und CSU-Ortsvorsitzender Matthias Hackl

Schnell füllte sich das auf dem neuen Dorfplatz aufgebaute Zelt

Markus Renner, Gebietsverkaufsleiter der Löwenbrauerei Passau ließ sich zu der Zusage verleiten, die Brauerei spende den Hundingern 1 000 Liter Freibier, sollte Aigner tatsächlich Ministerpräsidentin werden. Sie wurde es tatsächlich, wenn auch nur zwei Tage nach dem Rücktritt von Horst Seehofer und vor der Wahl von Markus Söder. Brandl erinnerte Renner an sein Versprechen – und der sagte zu. Angesichts der kurzen Amtszeit als Ministerpräsidentin einigten sich Gemeinde und Brauerei auf 200 Liter Freibier, auszuschenken eben bei einer Feier zur Erinnerung an die Gründung des Freistaates Bayern 1918 und die erste bayerische Verfassung 1818. Die Gemeinde richtete auf dem neugestalteten Dorfplatz ein Fest mit Speis und Trank aus, unentgeltlich für die Besucher. Für Spenden war ein Körbchen aufgestellt. Die Einnahmen sollen nach Aussage von Bürgermeister Ferdinand Brandl für caritative Zwecke verwendet werden. Die Hundinger und einige Winkler nahmen das Angebot gerne an. Das für die Veranstaltung aufgestellte Zelt war schnell voll. Bei der Begrüßung wies der Gemeindechef auf den Grund des Festes hin und dass Hunding die erste Gemeinde im Landkreis ist, die auf die beiden Jubiläen mit einer Feier zurückblickt. Er danke Alois Fraundorfer, dem „Hausmeister“ des Dorfplatzes, für sein Engagement. Er dankte außerdem seiner Familie für die Hilfe bei Aufbau und Durchführung des Festes sowie der Rohrstetter Dorfmusi und der Jagamusi, die freiwillig und unentgeltlich die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahmen. Unter Bezugnahme auf das Jubiläum des Freistaates stellte er fest, „Deutscher werde man durch Geburt, Bayer durch die Gnade Gottes“. Begrüßen konnte Brandl Kultusminister Bernd Sibler und Bezirksrätin Margret Tuchen. Der Minister blickte in einem Grußwort kurz auf die Entstehung des Freistaates zurück. Er freue sich über die Erinnerungsfeier der Hundinger. Sibler rief die Besucher zum weiteren Zusammenhalt auf, der in Hunding bisher hervorragend gelinge.  Für Begeisterung sorgten seine Aussage „Hunding ist ein starkes Stück Bayern“ und seine Zusage, bei einer Neuauflage des Festes im nächsten Jahr 200 Liter Freibier zu spenden. Zum Abschluss des offiziellen Teiles sangen die Besucher gemeinsam die Bayernhymne. Ilse Aigner konnte nicht an der Erinnerungsfeier teilnehmen. Sie ließ aber Grüße per E-Mail übermitteln. Bei einer Verlosung durfte sich Johann Weishäupl über einen Jubiläumsbierkrug Franz Joseph Strauß, Simon Holzer über eine Silbermedaille 100 Jahre Freistaat Bayern und Max Pledl über ein Bergwerksbuch und eine Flasche Goldbergwasserl freuen.

Text und Fotos: Schröck