Gemeinderatsitzung Hunding

Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Gemeinderates sind Bauplanungsfragen, Baupläne und die Dorferneuerung gestanden. Endgültig verabschiedet wurde die Einbeziehungssatzung Rohrstetten-Nord, mit der der Bau eines Hauses am Südhang ermöglicht wird. Auf Wunsch der Unteren Naturschutzbehörde wurde die notwendige Ausgleichsfläche nach der Eingriffsregelung im Lageplan dargestellt. Damit wird klargestellt, dass auf dieser Fläche keine Bebauung möglich ist.

Ins Anhörungsverfahren geschickt wird der Entwurf einer Außenbereichssatzung Rohrstetten, Zuedinger Straße. Mit dieser Satzung wird einem Bauwerber die Möglichkeit zum Bau eines Wohnhauses am westlichen Ortsrand von Rohrstetten eröffnet.

Zugestimmt wurde den Bauanträgen von Florian und Marion Zettl zur Errichtung einer Gabionenwand in Birkenöd, von Christian und Bettina Schober zum Anbau an ein Wohnhaus in Hunding, von Corinna Wenig zur Sanierung eines Einfamilienhauses in Rohrstetten, von Maria Rose zum Teilabbruch und Umbau eines Wohnhauses mit Dachstuhlerneuerung sowie Bau eines Lagerraumes auf eine Garage in Padling-Nord, von Maria Anna Jander zum Neubau eines Wohnhauses in Panholling sowie dem Antrag von Manuela Kölbl auf Nutzungsänderung eines Schlafzimmers in einen Schönheitssaloon in Hunding. Keine Einwände gab es ferner gegen Befreiungen von den Bebauungsplänen „Gewerbedorf Rohrstetten“ und „Brechhausäcker“ in Hunding für Bauvorhaben der Buchbauer Grundstücks GmbH und von Alexander Haas.

Gebilligt wurde ein Vertrag mit der Teilnehmergemeinschaft Rohrstetten, in der die Kostenübernahme für den ersten Ausbauabschnitt für die Verbesserung der Hauptstraße in Rohrstetten einschließlich Bau einer Querungshilfe über die St 2133 am südlichen Ortsrand geregelt wird. Die Durchführung der Maßnahme erfolgt im Rahmen der Dorferneuerung. Nach der Kostenberechnung belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 614 000 Euro. Für die Gemeinde würde sich demnach eine Eigenleistung von 214 000 Euro ergeben. Ein weiterer Vertragsabschluss mit der Teilnehmergemeinschaft betrifft die Kostenübernahme für eine begleitende Beratung im Rahmen der Dorferneuerung. Danach besteht für die Bürgerschaft von Rohrstetten, Zueding und Panholling die Möglichkeit, sich bei Planung und Bauausführung in städtebaulichen, gestalterischen, energetischen sowie denkmal- und landschaftsplanerischen Fragen beraten und fachplanerisch unterstützen zu lassen. Die im Einzelfall auf fünf Stunden beschränkte Beratung ist für Bauwerber aus den drei Ortschaften kostenfrei. Für die Beratungen insgesamt wird ein Betrag von 5 000 Euro bereitgestellt, der im Rahmen der Dorferneuerung gefördert wird. Auf die Gemeinde entfällt eine Eigenleistung von maximal 1 900 Euro.

Um den gesetzlichen Versicherungsschutz für die Teilnehmer am Ferienprogramm zu gewährleisten, wurden die am Programm teilnehmenden Vereine und Institutionen förmlich mit der Durchführung beauftragt. Bürgermeister Ferdinand Brandl nutzte die Gelegenheit zum Dank an die Jugendbeauftragten Manuela Ellerbeck und Josef Zettl sowie an Christine Dengler in der Verwaltung.

Das Abwasser aus Panholling wird der Kläranlage Lalling zugeleitet. Die Gemeinde bezahlt für die Ableitung dreiviertel der in Panholling erhobenen Kanalgebühren an Lalling. Die Nachbargemeinde möchte nun über eine Änderung der Zweckvereinbarung eine Erhöhung der Ableitungsgebühr. Sie begründet ihren Antrag mit einem erheblichen Anstieg der Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten der Lallinger Kläranlage nach deren Sanierung. Der Bürgermeister stellte fest, die Gemeinde habe für Ortschaft Panholling für die Sanierung einen Verbesserungsbeitrag von gut 76 000 Euro bezahlt. Für die Abwasserbeseitigung Hunding ist heuer ohnehin eine Gebührennachkalkulation notwendig. Bis dahin sollte der Antrag der Nachbargemeinde zurückgestellt werden. Dem stimmten die Räte zu.

Zum Vorwurf des Lallinger Bürgermeisters Josef Streicher, die Öffentlichkeit sei im Zusammenhang mit der Genehmigung des Lebensmittelmarktes im Gewerbedorf Rohrstetten mittels Halbwahrheiten informiert worden, merkte der Gemeindechef an, es seien nachweisbar nur Fakten und Tatsachen angesprochen worden. Er könne die Aussagen deshalb nicht nachvollziehen. Mit dem Förster des Forstreviers Schöllnach soll noch heuer ein Sanierungskonzept für alle Forstwege in der Gemeinde erstellt werden, da teilweise keine Dachprofile mehr vorhanden und die Bankette zugewachsen sind.