„Gmoa Fest Hunding“ feiert Premiere

Auf dem neugestalteten Hundinger Dorfplatz scheint sich ein neues Fest zu etablieren, das „Gmoa Fest Hunding“. Den Namen erhielt es bei der heurigen Auflage. Bürgermeister Ferdinand hatte etliche Vorschläge zusammengestellt und ließ die zahlreichen Besucher schriftlich abstimmen. Mit deutlichem Abstand erhielt „Gmoa Fest Hunding“ die meisten Stimmen. Auch nicht unbedingt ernst gemeinte Namen wurden vorgeschlagen. Unter den Abstimmenden wurden Heimatbücher und vom Trachtenverein gestiftete Eintrittskarten für eine Musikveranstaltung verlost. Zustande gekommen ist das neue Fest eigentlich bereits bei der letztjährigen Auflage zur Erinnerung an die Gründung des Freistaates Bayeren und die erste bayerische Verfassung, bei der Staatsminister Bernd Sibler eine Bierspende von 200 Liter zusagte. Das Versprechen wurde eingehalten. Weitere Getränkespenden kamen hinzu. Der Staatsminister nahm urlaubsbedingt nicht teil. In seinem Auftrag sprach Kreisrat Max Thoma ein Grußwort. Das neue, wieder von Gemeinde organisierte Fest kam gut an. Kein Wunder, waren doch Speis und Trank für die zahlreichen Besucher unentgeltlich. Der Bürgermeister durfte sich dafür auf zahlreiche Spenden mehrerer Firmen freuen. Für eine finanzielle Beteiligung der Gäste war ein Körbchen aufgestellt. Die Einnahmen sollen nach Aussage des Gemeindechefs für caritative Zwecke verwendet werden. Für die musikalische Unterhaltung zeichneten im Wechsel eine große Abordnung der Niederbayerischen Alphornbläser, die Saußbach Sinfoniker, die Jaga Musi und die Rohrstetter Dorfmusi verantwortlich. Alle spielten kostenlos. Die musikalischen Darbietungen fanden großen Beifall. Ein Luftballonwettbewerb war nicht nur für Kinder gedacht. Zu gewinnen gibt es nämlich am Apfelmarkt eine Ballonfahrt. Für Heiterkeit bei den Besuchern sorgte die „Einbürgerung“ von drei Männern, die nach der Eheschließung in Hunding ansässig wurden und als „Zuagroaste“ betitelt werden. Brandl erläuterte dazu die frühere Rechtslage, die für die Verleihung des Bürgerrechts in der Gemeinde einen Gemeinderatsbeschluss und die Zahlung einer Bürgerrechtsgebühr erforderte. In Anlehnung an das damalige Recht überreichte er zu deren Freude an Roland Ritzinger, Michael Pletl und Michael Weinberger „Heimatscheine“ und ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Jaz ist offiziell&amtlich I bin a Hundinger“. Trotz eines heftigen Regenschauers am Abend blieben die Gäste noch lange unter dem Zeltdach sitzen. Der Bürgermeister freute sich über den großen Besuch des Festes, das der Bürgerschaft ein gemütliches Beisammensein ermöglichte. Er dankte allen, die ihn bei der Organisation unterstützt haben.

 

Text und Fotos: Schröck