Kindergartenan- und Umbau wurde gesegnet – Viele Gäste

Lalling. Mit einem Kinderfest, einem Tag der Offenen Tür  und unter großer Beteiligung der Kindergartenkinder und ihrer Eltern und Verwandten wurde der Anbau des St. Christopherus Kindergartens mit der kirchlichen Segnung durch Pfarrvikar Yohann Injumala offiziell seiner Bestimmung übergeben. Lothar Brucker, Vorsitzender des Pfarrcaritasvereins Hunding-Lalling begrüßte die Gäste. In unserer schnelllebigen Zeit sei auch die Erziehung einem steten Wandel unterworfen, stellte der Vereinschef für den Kindergartenträger fest. Die Kindertagesstätte musste in den letzten Jahren das Angebot erweitern. 2007 wurde in äußerst beengten Räumlichkeiten die Betreuung von Kindern unter drei Jahren begonnen. Binnen kurzem waren die Kapazitäten ausgeschöpft. Deshalb stellte der Träger im Juli 2010 bei den Gemeinden Hunding und Lalling Antrag auf Errichtung einer Kinderkrippe. Ab 2011 konnten mit Zustimmung der Kommunen 12 Krippenplätze bereitgestellt werden. Die Bedarfsplanung 2017 zeigte auf, dass die Zahl der Krippenplätze künftig nicht ausreicht. 2017 stellte der Träger Antrag auf einen Anbau einer Krippengruppe für bis zu 18 Plätze. Die Gemeinden haben daraufhin die Erweiterung nach Westen beschlossen. Mit den jetzigen Raumkapazitäten kann die pädagogische Arbeit besser gelöst und den Eltern die notwendigen Unterstützungsangebote angeboten werden. Der heutige Tag sei ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der Einrichtung. Brucker dankte allen am Bau Beteiligten sowie der Kindergartenleiterin Daniela Kagerbauer, während der Bauphase der „Fels in der Brandung“.

Freuen sich über die gelungene Erweiterung der Kindertagesstätte (v.l.) Josef Streicher, Daniela Kagerbauer, Lothar Brucker, Karl Lallinger, Ferdinand Brandl und Pfarrvikar Yohann Injumala

Lalling`s Bürgermeister Josef Streicher freute sich, dass nach etwa einjähriger Bauzeit der Erweiterungsbau fertig ist. Jetzt gibt es genügend Platz für Spiel und Bewegung sowie für kreatives Spiel und frühkindliche Entwicklung. Die Mitarbeiterinnen leisten wichtige pädagogische und gesellschaftliche Arbeit. Auch in den beiden Gemeinden wird eine gut Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet. Die Entscheidung für die Erweiterung war eine Entscheidung für die Zukunft. Die Verzögerungen erwiesen sich wegen der deutlichen Anhebung der Fördersätze als Glücksfall für die Gemeinden. Dank gebühre den Ehegatten Mattern für die Überlassung des Baugrundstückes.

Auch Hunding`s Gemeindechef Ferdinand Brandl zeigte sich froh und dankbar über den gelungenen Um- und Erweiterungsbau. Er erinnerte an die Schwierigkeiten bei Baubeginn mit dem massiv auftretenden Fels, die gemeinsam mit Baufirma und Planer gelöst werden konnten. Die Baukosten liegen einschließlich der Außenanlagen bei 1,1 Millionen Euro. Trotz eines Fördersatzes von bis zu 85 Prozent bleibt für die beiden Gemeinden ein Eigenanteil von 450 000 Euro, gut angelegtes Geld für die Zukunft der Kinder. Brandl gratulierte auch im Namen des terminlich verhinderten Landrates Christinan Bernreiter. Den Verantwortlichen im Landkreis und in den Gemeinden ist es eine Herzensangelegenheit, für die Kinder das bestmögliche zu erreichen. Die längere Phase der Entscheidungsfindung habe sich nicht nur wegen des höheren Staatszuschusses rentiert. Es wurde auch ein optimales Raumprogramm, eine Spielplatzerweiterung und die geringste Beeinträchtigung des Betriebes in der Bauphase erreicht und zusätzliche Krippenplätze geschaffen. Dank gebühre allen am Projekt beteiligten sowie den Ehegatten Mattern, ohne deren Grundstücksabgabe diese optimale Lösung nicht erreicht worden wäre.

Planer Karl Lallinger informierte über die Planung und die unfallfreien Bauarbeiten, die in bisher in 290 Arbeitstagen bewältigt wurden. Durch die Erweiterung konnte die für den Kindergartenbetrieb zur Verfügung stehende Fläche um fast ein Viertel vergrößert werden. Auch im bisherigen Baubestand wurden Änderungen und Ergänzungen vorgenommen. Wegen des auch bei den Außenanlagen auftretenden Fels hat sich deren Fertigstellung verzögert.

Kindergartenleiterin Daniela Kagerbauer betonte, dass ein gutes Betreuungsangebot längst zum Standortfaktor für jede Gemeinde geworden ist, weshalb die Förderung der Kinder von großer Bedeutung ist. Die für das Projekt aufgebrachten Mittel sind gut angelegt und sichern die Zukunft der Kindertagesstätte. Deren Personal geht der verantwortungsvollen Aufgabe mit großer Kompetenz und viel Engagement nach. Dank gebühre der Pfarrei, die ein vorübergehendes „Unterkommen“ im Guntherhaus ermöglichte, bis die jetzige Lösung umgesetzt werden konnte. Außerdem wurde allen am Projekt Beteiligten gedankt.

Die Kindergartenkinder sangen zur Einweihung zwei Lieder „Wir feiern heut`ein Fest“ und „Wir sind die Kleinen in den Gemeinden“.

Die Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, die Kindertagesstätte zu besichtigen. Für die Kinder gab es einen Losstand, ein Glücksrad und eine Malstation. Die Kindertanzgruppe des Trachtenvereins führte mehrere Tänze vor. Außerdem gab es einen Luftballonwettbewerb, gesponsert von der Raiffeisenbank. Für die Sieger spendeten die Gemeinden Hunding und Lalling je eine Ballonfahrt. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte der Elternbeirat.

Text: Schröck
Foto: Thomas Lang