KSV Jahrtag Hunding

Hunding. Bei spätherbstlich schönem Wetter konnte der Krieger- und Soldatenverein Hunding den Jahrtag zum Gedenken an die Opfer der Weltkriege sowie der vertstorbenen Vereinsmitglieder und Gönner feiern.

Mit Blasmusik der Jagamusi unter Leitung von Richard Weber ging der Kirchenzug mit dem Gemeinderat, den Mitgliedern des KSV, des Patenvereins KSV Lalling, dem Krieger- und Soldatenverein Roggersing, des Trachtenvereins Lalling und Feuerwehr Hunding zur Pfarrkirche, wo Pfarrer Philipp Höppler den Festgottesdienst zelebrierte. In der Predigt hielt der Zelebrant eine kurze Rückschau auf das Treffen des Pfarrverbandes mit dem Diözesanbischof. Außerdem befasste er sich mit dem Tagesevangelium nach Lukas vom reichen Mann und seinem untreuen Verwalter.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich der Pfarrer mit den Ministranten, die Gemeindevertreter und die Vereinsabordnungen am Kriegerdenkmal zur Andacht.

KSV-Vorsitzender Ludwig Atzinger dankte dem Pfarrer für die würdige Gestaltung des Gedenkgottesdienstes sowie dem Gemeinderat und den Vereinen für die Teilnahme.

Bürgermeister Ferdinand Brandl (Bildmitte) bei der Ansprache vor dem Kriegerdenkmal, daneben (r) KSV-Vorsitzender Ludwig Atzinger und Pfarrer Philipp Höppler , im Hintergrund Vereinsabordnungen

Bürgermeister Ferdinand Brandl stellte in seiner Ansprache fest, die Deutschen leben in einer stabilen Demokratie und einem freien Land. Sie leben in einem Europa, das friedliche Nachbarschaft und mehr Gemeinsamkeiten abstrebt. Die heutigen Lebensverhältnisse seien für die Bevölkerung selbstverständlich. In anderen Regionen der Welt dagegen sind Krieg und Gewalt Alltag. Ein Blick in die Geschichte des 20. Jahrhundert wie in die jüngste Vergangenheit zeige, dass Frieden, Freiheit und Mitmenschlichkeit keine Selbstverständlichkeiten sind. Diese Werte müssen errungen – und sie müssen bewahrt werden. Dafür gilt es einzutreten. Eine Gesellschaft, die den inneren Frieden nicht sichern kann, ist zum Frieden in der Welt schlecht gerüstet. Er verstehe den Jahrtag auch als einen Tag der Mahnung zum Frieden, im Großen und Kleinen. Frieden könne nicht nur in den Köpfen produziert werden, er müsse im Herzen wachsen. Dies erfordere Verständnis, Hilfsbereitschaft, Verantwortung für den Nächsten, Kameradschaft, Freundschaft und Treue. Dies sind Bausteine, unumgänglich für ein friedliches Miteinander. Traditionen und ehrende Andenken seien vielfach auf der Strecke geblieben. Deshalb ist es gut, wenn Vereine wie der KSV Hunding es sich zum Aufgabe gemacht haben, das Gedankengut für Kameradschaft, Freundschaft und Treue zu pflegen. Es gelte, das Andenken der Opfer in Ehren zu halten.

Zum Abschluss seiner Rede dankte der Gemeindechef dem KSV für die Abhaltung des Gedenktages und legte am Kriegerdenkmal eine Schale nieder. Den Schlusspunkt der Andacht bildete die Nationalhymne. Mit Marschmusik zogen die Vereine durch das Dorf zum Vereinslokal „Zum Goldberg“ zum gemeinsamen Mittagessen.

 

Text und Fotos: Schröck