KSV Jahrtag Hunding

Petrus meinte es heuer nicht gut mit dem Krieger- und Soldatenverein. Der Jahrtag zum Gedenken an die Opfer der Weltkriege sowie der verstorbenen Vereinsmitglieder und Gönner war verregnet. Blasmusik der Jagamusi unter Leitung von Richard Weber begleitete den Kirchenzug mit dem Gemeinderat, den Mitgliedern des KSV, des Patenvereins KSV Lalling, der Krieger- und Soldatenvereine Roggersing und Schöfweg, des Trachtenvereins und der Feuerwehr Hunding in die Pfarrkirche, wo Pfarrvikar Yohan Injumala den Festgottesdienst zelebrierte. Nach dem Gottesdienst versammelten sich der Pfarrvikar mit den Ministranten, die Gemeindevertreter und die Vereinsabordnungen am Kriegerdenkmal zur Andacht. KSV-Vorsitzender Ludwig Atzinger freute sich über die Teilnahme des Gemeinderates und der Vereine. Er dankte dem Pfarrvikar für die würdige Gestaltung des Gedenkgottesdienstes. 2. Bürgermeister Max Drexler stellte in seiner Ansprache fest, dass der Einsatz der Gefallenen und Ermordeten im Gedächtnis nachfolgender Generationen in Erinnerung bleiben muss.

vgl KSV-Jahrtag Hunding02

2. Bürgermeister Max Drexler legte am Kriegerdenkmal eine Blumenschale nieder, daneben (v.l.) Pfarrvikar Yohan Injumla (verdeckt) und KSV-Chef Ludwig Atzinger

Das Kriegerdenkmal ist ein steinernes Zeichen und eine Mahnung für die Nachkriegsgenerationen, wachsam zu sein und sich dafür einzusetzen, dass sich die damaligen schrecklichen Ereignisse nicht wiederholen. Das Kriegerdenkmal ist eine Aufforderung an Alle, sich für den Frieden einzusetzen. Leider sind kriegerische Auseinandersetzungen nach wie vor an der Tagesordnung, wie Beispiele in Asien und Afrika zeigen und deren Auswirkungen in Europa hautnah zu spüren sind. Obwohl die verantwortlichen Staatsmänner wissen, wieviel Not und Schrecken kriegerische Auseinandersetzungen für die Menschen bringen, wird Krieg weiterhin als Mittel für Konfliktlösungen eingesetzt. Der Tod von Soldaten und Zivilisten wird skrupellos in Kauf genommen. Kriege schaffen keinen Frieden, schaffen vielmehr weitere Konflikte. Frieden kann zudem nur dann erreicht werden, wenn es gelingt, die Lebensverhältnisse der Bevölkerung in den ärmsten Ländern zu verbessern. Drexler dankte dem KSV für die jährliche Abhaltung des Gedenktages. Zum Abschluss der Andacht wurde die Nationalhymne gespielt. Mit Marschmusik zogen die Vereine durch das Dorf zum Vereinslokal „Zum Goldberg“ zum gemeinsamen Mittagessen.

 

 

Text und Foto: Schröck