Neujahrsfeier VDK-Ortsverband Lalling-Hunding

Die Neujahrsfeier des VdK-Ortsverbandes Lalling-Hunding fand wieder im Gasthaus „Zum Goldberg“ statt. Vorsitzender Siegfried Heigl konnte zu der Veranstaltung auch den Kreisvorsitzenden Oliver Antretter und die stellvertretenden Bürgermeister Max Drexler (Hunding) und Michael Reitberger (Lalling) begrüßen. Pfarrer Philipp Höppler konnte aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen. Bei der Neujahrsfeier werden traditionell langjährige Mitglieder ausgezeichnet, heuer für 10 Jahre Franziska Geiger-Oberbeck, Antonie Gotzler, Karl Greiner und Paul Wimmer sowie für 20 Jahre Elisabeth Dollmaier, Stilla Ebner, Regina Hartl, Friedrich Nirschl, Josef Reitberger, Heinrich Stelzer, Josef Streicher und Adolf Weber. Seit 30 Jahren hält Renate Halfter-Lohner dem VdK die Treue.

Kreisvorsitzender Antretter befasste sich in seinem Referat mit dem Ergebnis der Bundestagswahlen. Viele Menschen hätten die Volksparteien nicht mehr gewählt, da sie sich abgehängt fühlen. Rentner und Altersarmut seien in den Wahlprogrammen der Volksparteien kaum vorgekommen, ein Grund, warum viele frustrierte Rentner AfD gewählt haben. Aber auch der Neid auf Flüchtlinge habe sicherlich eine Rolle gespielt. Neid und Missgunst seien aber fehl am Platz. Der VdK wolle mit minderheitenfeindlichen Politikern nichts zu tun haben. Zum Vertrauensverlust in die Politik habe beispielsweise auch beigetragen, wenn eine Rentenerhöhung von 1,9 Prozent von der Ministerin als spürbar bezeichnet wird. Nach Abzug der Inflationsrate seien davon für den Rentner nur 0,1 Prozent übrig geblieben.

vgl Neujahrsfeier VdK

Referierten bei der Neujahrsfeier (v.l.) Oliver Antretter, Siegfried Heigl, Michael Reitberger und Max Drexler

Die VdK-Geschäftsstelle Deggendorf habe im letzten Jahr nicht nur 7 800 Rechtsberatungen durchgeführt, sie hat für die Mitglieder auch allerhand erreicht. Sie setze sich dafür ein, bei der Mütterrente alle Mütter gleichzustellen. Pflege dürfe nicht zu einem Armutsrisiko führen, auch nicht für Angehörige.

2. Bürgermister Max Drexler beklagte, dass in der heutigen Gesellschaft letztlich alles auf das Finanzielle reduziert werde. Als Beispiele nannte er den Personalabbau und die sich dadurch ergebene Überlastung des Personals im Kranken- und Pflegebereich. Der VdK als wichtigster Sozialverband habe eine gewichtige Schlüsselfunktion und muss Missstände anprangern. Der Mensch dürfe nicht nur als Kostenfaktor betrachtet werden, den es zu reduzieren gilt.

In seinem Grußwort befasste sich 2. Bürgermeister Michael Reitberger mit der Arbeit des VdK. Er dankte allen, die sich haupt- und ehrenamtlich beim VdK engagieren für ihren Einsatz.

Text und Foto: Schröck