Spatenstich Ausbau Hauptstraße Rohrstetten

Mit einem Spatenstich wurde der Ausbau der Hauptstraße in Rohrstetten im Rahmen der Dorferneuerung mit Bau einer Querungshilfe über die St 2133 offiziell begonnen. Bürgermeister Ferdinand Brandl erinnerte an die ersten Beschlüsse zur Dorferneuerung 1990 gleich zu Beginn seiner Amtszeit. 1997 wurden Arbeitskreise zur Ausarbeitung eines Leitbildes gebildet, das 2001 fertig wurde. 2002 wurde dann das Dorferneuerungsverfahren für die Ortschaften Rohrstetten, Panholling und Zueding eingeleitet, eine Teilnehmergemeinschaft gewählt und danach eine Planung erstellt. Mittlerweile sind vor allem in der Flur viele sinnvolle Maßnahmen durchgeführt worden, die die Teilnehmer überzeugt haben. Ein gelungene Zusammenarbeit ist beim Ausbau der Dorfstraße in Rohrstetten erfolgt, zudem alle Anlieger den gleichen Anliegerbeitrag geleistet haben. Der größte Brocken stehe jetzt mit der Umgestaltung der Hauptstraße an. Es sind aus verschiedenen Gründen einige Jahre vergangen, bis begonnen werden konnte. Umso mehr freue er sich, dass jetzt das langersehnte Projekt angefangen werden könne. Er hoffe – an den Firmenvertreter gewannt – auch, dass bald der Spatenstich für den geplanten Lebensmittelmarkt im Gewerbedorf erfolge. Schließlich leiste die Gemeinde mit der Querungshilfe als Vorarbeit einen wichtigen Beitrag.

Offizielle, Planer und Anlieger versammelten sich zum offiziellen Spatenstich

Michael Kreiner, stellvertretender Amtsleiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern beglückwünschte die Gemeinde zur Inangriffnahme des Projekts. Von den Baukosten von 1,95 Millionen Euro seinen 1,643 Millionen Euro zuwendungsfähig. Der Rest entfällt auf von der Gemeinde selbst zu finanzierende Maßnahmen wie Wasser, Kanal, Straßenbeleuchtung. Über das Amt für Ländliche Entwicklung werden Zuschüsse von 1,078 Millionen Euro bewilligt, die aus Mitteln der Bundesrepublik und des Freistaates stammen. Kreiner danke außerdem Staatsminister Bernd Sibler für die  Einführung des dualen Studiums, dass gut angenommen wird. Ferner informierte er über das neue Programm „Innen statt Außen“ mit sehr guter Förderung, dass gut in Anspruch genommen werde.

Ursula Jocham vom Planungsbüro Jocham-Kellhuber erläuterte den Teilnehmern die Planung (DZ berichtete). Ziel der Umgestaltung der früheren Staatsstraße, die für eine Ortsstraße nicht mehr zeitgemäß ist, ist eine Verkehrsberuhigung, ein Gehweg und eine Fläche für Begegnungen. Grün in den Dörfern werde immer wichtiger. Von Anfang an wurden die Anlieger in die Planung einbezogen und eine Lösung gefunden. Die Planunterlagen waren an einer Stellwand aufgehängt. Die Anlieger nahmen zahlreich von der Möglichkeit Gebrauch, in die endgültige Planung Einsicht zu nehmen und von der Planerin Details zu erfragen.

Staatsminister Bernd Sibler freute sich, dass mit dem vom ihm lange begleiteten und unterstützten Projekt begonnen werden kann. Als Vorteil erweise sich, dass durch die Verzögerung das EDEKA-Projekt noch berücksichtigt werden könne.

Der Gemeindechef begrüßte zur Veranstaltung auch den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Herbert Baumgartner vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, Bauleiter Hans Schwarz von der VLE, Max Drexler für das Staatliche Bauamt, Thomas Weitl von der Firma Buchbauer Handelsmärkte, Mitglieder des Gemeinderates und der Teilnehmergemeinschaft, Regina Raulf vom Planungsbüro Jocham-Kellhuber, Träger des Ehrenrings und der Bürgermedaille, Anna Kollmer von der Firma Donau Asphalt, Patrick Eder und Rudolf Geiß von der VG sowie mehrere Anlieger.

Text und Foto: Schröck