Verwaltungsgemeinschaft feierte 40jähriges Bestehen, Festakt in Hunding

Hunding. Die Verwaltungsgemeinschaft Lalling konnte „Rubinhochzeit“ feiern. Am 1. Mai 1978 wurde sie mit den Mitgliedsgemeinden Grattersdorf, Hunding, Lalling und Schaufling gebildet. Gemeinschaftsvorsitzender und Hundinger Bürgermeister Ferdinand Brandl hatte zum Jubiläum nach Hunding eingeladen. Die Feier begann mit einer Andacht in der Herz-Jesu-Kirche. Pfarrer Philipp Höppler spannte dabei einen Bogen von Schriften des Propheten Jesaja zu den heutigen Verhältnissen in der Welt allgemein und den Menschen im Besonderen. Stellvertretender Gemeinschaftsvorsitzender Robert Bauer erinnerte in den Fürbitten an die seit der Gründung verstorbenen Bürgermeister und Verwaltungsangestellten.

 

Jubilaeum-40-Jahre-VG-Lalling

Sind stolz auf 40 Jahre Verwaltungsgemeinschaft (v.l.) Ferdinand Brandl, Christian Bernreiter, Philipp Höppler, Josef Streicher, Hermann Hackl, Alfons Gramalla, Andreas Schröck, Manfred Hunger und Robert Bauer

Beim Festakt im Gasthaus „Zum Goldberg“ hielt Ferdinand Brandl nach der Begrüßung Rückschau auf 40 Jahre VG, die in der heftig umstrittenen Gebietsreform entstanden ist. Es war keine Liebesheirat der vier Gemeinden, vielmehr ein Zweckbündnis. Aus dem Zusammenschluss ist ein mit Leben erfülltes Markenzeichen geworden, vor allem zuerst ein Verdienst des ersten Gemeinschaftsvorsitzenden Xaver Reitberger und des Geschäftsstellenleiters Andreas Schröck. Das Projekt VG hat sich zu einer Erfolgsstory entwickelt. Es ist ein Gemeinwesen entstanden, dass von der Bevölkerung der vier Gemeinden schnell angenommen wurde und mit dem sie heute zufrieden ist. Die Zusammenlegung bot die Chance, die Effektivität der Verwaltung zu erhöhen und die Selbständigkeit der Kommunen zu wahren. Wichtig sei auch, dass sich innerhalb des Verbundes keine Gemeinde benachteiligt fühle. Der Vorsitzende sprach in diesem Zusammenhang die in den letzten Jahren entstandenen, allgemein bekannten Probleme zwischen zwei Mitgliedsgemeinden an. Die guten Zeiten überwiegen aber allemal. Die Verwaltung mit dem derzeitigen Leiter Manfred Hunger funktioniere gut. Brandl dankte den Mitarbeitern, für die Bürgernähe kein Lippenbekenntnis sei. Der Mitarbeiterstab sei ausgesprochen kompetent. Die gute Verwaltung habe entscheidend zur Annahme der VG bei der Bevölkerung beigetragen. Er sei sich sicher – auch beim nächsten Jubiläum werde es heißen, dass die VG ihr Möglichstes getan und viel für die Zukunft der Region aufgebaut hat.

Geschäftsstellenleiter Manfred Hunger näherte sich über den Philosophen Georg Wilhelm Hegel dem Konstrukt Gemeinde, der untersten und wichtigsten Ebene des Staatsaufbaues. Ohne funktionierende Gemeinden gehe in den Gemeinwesen nichts. Die VG sei aufgrund der vielfältigen und immer komplexer werdenden Aufgabenbereiche und Rechtsgebiete ein Vorteil für die gesamte Bevölkerung. Er lobte seine motivierten Mitarbeiter, die eigenständig arbeiten, anpacken und alle Bürgermeister bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützen.

Landrat Christian Bernreiter ging in seiner Rede auf die Entstehung der VG ein. Den damaligen Bürgermeister und Gemeinderäte war die Verwaltung ihrer Gemeinden wichtig. So sahen aber auch die Zeichen der Zeit und wollten ihre Gemeinden erhalten. Sie erkannten, zur rechten Zeit die richtigen Weichen zu stellen. Die Bildung der VG Lalling war damals ein Wagnis. Heute wisse man, es war trotz der damaligen Bedenken und der unterschiedlichen Meinungen ein richtiger und wichtiger Schritt, um die damals kleinteiligen Verwaltungsstrukturen zukunftsfit zu machen. Die VG habe die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. Vor 40 Jahren wurde ein leistungsfähiger Verwaltungsverband gegründet, der gemeinsam stärker ist als jeder für sich allein, die Kommunen aber in vielen Sektoren autark bleiben lässt. Erfolge kann die VG in großer Zahl vorweisen. Es entstanden wichtige öffentliche Einrichtungen, die weit über die VG-Grenzen hinaus bekannt sind und genutzt werden. Das Sachgebiet kommunale Angelegenheiten im Landratsamt habe wenig Arbeit mit den VG-Gemeinden. Auch der Landrat sprach das strittige Thema Verbrauchermarkt an. Insgesamt waren es gute Jahre für die vier Mitgliedsgemeinden unter dem gemeinsamen VG-Dach, da Ideen und Erfahrungen gebündelt, Wirtschaftlichkeit und Service gestärkt und Verwaltungshandeln effizienter erledigt werden konnten. Bernreiter gratulierte zu dem Jubiläum mit einer beeindruckenden Leistungsbilanz. Er dankte allen für die Mitgestaltung und rief dazu auf, weiterhin die gebündelten Kräfte in die richtige Richtung zu lenken und mit Mut und Augenmaß das heimatliche Umfeld zu gestalten.

Andacht und Festakt wurden von „emotion two“ (Theresa Bloch und Armin Funk) musikalisch gestaltet.

Als Gäste wurden auch begrüßt Pfarrer Philipp Höppler, die Bürgermeister Robert Bauer, Alfons Gramalla und Josef Streicher, Altbürgermeister Hermann Hackl, die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung, die Mitglieder der Verwaltung und der Tourist-Info sowie die ehemaligen Mitarbeiter mit dem früheren Geschäftsstellenleiter Andreas Schröck. vgl

 

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